INFORMATIONEN
- Bergsporttraining
- Trainingsaufbau/-methoden
- Allg. Trainingsgrundsätze
- Trainingsformen bei Bergwandern, Klettern und Skitouren
- Kletter-Leistungstests
- Ernährung beim Bergsteigen
- Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße
- Vitamine
- Ernährung vor längeren Belastungen
- Ernährung bei Dauerleistungen
- Flüssigkeits-/Mineralienersatz
- Akklimatisation
- Bergsteigen mit Herz- und Lungenerkrankungen
- Erste-Hilfe-Set
- Rucksackapotheke
- Erste-Hilfe-Maßnahmen für Bergsteiger
- Krankheiten
- Erschöpfung
- Verdauungsprobleme
- Zerrungen und Brüche
- Hitzschlag und Unterkühlung
- Höhenkrankheit
- Höhenhirnödem
- Höhenlungenödem
- Höhenödeme
- Netzhautblutungen
- Weiterführende Literatur
Sonstige Schäden
Blitzschlag
Herz-, Kreislauf- bzw. Atemstillstand, Bewußtlosigkeit oder Erregungszustand,
Lähmungen,
Schock, Verbrennungen, Muskelverkrampfungen. Weg von exponierten
Punkten (Grat, Gipfel, Baum), Feuchtigkeit oder Metall, Hock-Kauerstellung
auf Rucksack oder Seil in freiem Gelände, nicht in Höhlen oder Mulden.
Maßnahmen:
- Lebensrettende Sofortmaßnahmen
- Schock- und Brandwundenbekämpfung
- Bei Herzstillstand Faustschlag gegen Herzgegend, um evtl. dadurch das Herz wieder zum Schlagen zu bringen.
Bergungstod
Plötzlicher und unerwarteter Tod bei Unterkühlung durch Vermischen von kaltem und warmem Blut (siehe allgemeine Unterkühlung) oder bei starker Erschöpfung durch Nachlassen des Selbsterhaltungstriebs beim Nahen der Rettungsmannschaft mit Zusammenbruch der lebenswichtigen Funktionen.
Vorbeugung: Hoffnung machen, aber keine volle Gewißheit der Rettung geben. Lebensimpulse anregen.
Freies Hängen im Seil
Nach wenigen Minuten Gefühl- und Bewegungslosigkeit, schließlich Lähmungen durch Abschnüren der Gefäß-Nervenstränge in den Achselhöhlen, Gefahr von Kreislaufkollaps, Schock und Nierenversagen durch Versacken von Blut in den Beinen sowie Atembehinderung.
Vorbeugung: Brust- und Sitzgurt mit vorbereiteter Prusikschlinge zum Hineinsteigen mit Füßen.
Maßnahmen:Nach Bergung nicht flach lagern, da durch raschen Blutrückfluß mit Stoffwechselabbauprodukten Herzversagen möglich ist. Deshalb nach mehr als 30 Min. Hängen immer passsiver Abtransport in Seitenlagerung oder Kauerstellung, sowie Einlieferung in ein Krankenhaus mit "künstlicher Niere".

BExMed | Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e.V.