INFORMATIONEN
- Einführung und Theorie
- Bergsporttraining
- Trainingsaufbau/-methoden
- Allg. Trainingsgrundsätze
- Trainingsformen bei Bergwandern, Klettern und Skitouren
- Kletter-Leistungstests
- Ernährung beim Bergsteigen
- Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße
- Vitamine
- Ernährung vor längeren Belastungen
- Ernährung bei Dauerleistungen
- Flüssigkeits/Mineralienersatz
- Extreme Höhe und Kälte - additive Gefahren
- Akklimatisation
- Bergsteigen mit Herz- und Lungenerkrankungen
- Krankheiten
- Erschöpfung
- Verdauungsprobleme
- Zerrungen und Brüche
- Hitzschlag und Unterkühlung
- Höhenkrankheit
- Höhenhirnödem
- Höhenlungenödem
- Höhenödeme
- Netzhautblutungen
- Sonstige Schäden
- Erste-Hilfe-Set
- Rucksackapotheke
- Erste-Hilfe-Maßnahmen für Bergsteiger
- Weiterführende Literatur
Bergsteigen mit Herz- oder Lungenerkrankungen
Vor der Abreise:
Erreichen eines stabilen Zustandes, Optimale medikamentöse Therapie
Während der Reise
Langsame Akklimatisation, Information über Notfallmaßnahmen (medikamentös, Sauerstoff, Rückflug, ev. Sauerstoff mitführen.
Was muß man bei Vorerkrankungen beachten:
- Chronische Bronchitis ohne Obstruktion (Verengung der Bronchien)
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Höhengrenzen: keine
spezifische Therapie: Sekretolytika, antiinflammatorische Substanzen (z. B. inhalative Steroide), frühzeitige Antibiose (?)
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung / Emphysem
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Höhengrenzen: je nach Ruhe- / Belastungs-BGA und Obstruktion
Spezifische Therapie: Sekretolytika, orale und inhalative antiobstruktive Therapie, Theophyllin, spezielle Atemtechnik (Auto-PEEP), eventuell Sauerstoff Regelmäßiges Monitoring (Peak-flow)
- Asthma bronchiale
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Höhengrenzen: je nach Obstruktion, meist BESSERUNG durch Höhenexposition
Spezifische Therapie: Sekretolytika, orale und inhalative antiobstruktive Therapie, Theophyllin, Reduktion der Medikation nicht von Peak-Flow-Messung (Werte nehmen höhenabhängig zu) abhängig machen
- Interstitielle Lungenerkrankungen
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Höhengrenzen: bei meßbarer Diffusionseinschränkung Vorsicht ! Belastungsblutgase !
Spezifische Therapie: Sauerstoffgabe, ev. orale Steroide
- Obstruktive Schlafapnoe
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Höhengrenzen: maximale Schlafhöhe 4000 m ?
Spezifische Therapie: in leichten bis mässig schweren Graden Theophyllingabe (800 mg/Tag), enorale Prothesen kaum wirksam, in schweren Fällen Mitführen eines nCPAP-Gerätes
- Koronare Herzerkrankungen
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- Gefährdung durch vermindertes Sauerstoffangebot
- erhöhten Sauerstoffbedarf
- veränderte Vasomotorik
Konsequenz:
- Ischämie schon bei geringerer Belastung
- Ischämie bei geringerer Herzarbeit
Kein erhöhtes Risiko für mittlere Höhen bei symptomfreier, durchschnittlicher Leistungsfähigkeit und ausreichender Leistungsreserve
Fragliches Risiko bei Höhen ab 4000 Hm
Höhen über 4000 m bei asymptomatischen Koronarpatienten und hoher Leistungsfähigkeit möglich Asymptomatische Personen mit positiven Risikofaktoren haben kein erhöhtes Risiko - Arterieller Bluthochdruck
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Blutdruck-Anstieg durch Erhöhung des peripheren Widerstandes
Blutdruck-Senkung durch Ausdauersport
Empfehlung (nach Bärtsch): stabil eingestellte Hypertonie höhentauglich, bei Zielorganschädigung bestimmt diese das Risiko
Zum Schluß noch eine tibetische Weisheit:
During winter one can indulge in intercourse twice or thrice daily, since sperm increases in winter. In the autumn and spring there must be an interval of two days, and during the summer an interval of 15 days. Excessive intercourse affects the five sense organs.
Rinpoche, R. (1973) Tibetan Medicine, Wellcome Institute of the History of Medicine, London, pp. 54-5

BExMed | Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e.V.