Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e.V.

Temperaturschäden - Allgemeine Hitzeschäden

Hitzeerschöpfung, -kollaps, -krämpfe

Meist zusammen, durch ungenügende Flüssigkeitszufuhr, bzw. durch starken Wasser- und Salzverlust sowie unzweckmäßige Kleidung.
Zeichen: Durst, Schwäche, Übelkeit.
Maßnahmen: Flüssigkeits- und Mineralsalzzufuhr in mehreren kleinen Portionen, Pause im Schatten mit Kühlung, Oberkörper hochlagern, Kleidung öffnen.

Hitzschlag

Bei großer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, Windstille und luftundurchlässiger Kleidung kommt es zur Wärmestauung im Körper, da keine Schweißabgabe mehr möglich - Lebensgefahr!
Zeichen: Puls und Atmung beschleunigt, Kopfschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Bewußtseinstrübung, heiße gerötete Haut, Anstieg der Körpertermperatur über 41°C.
Maßnahmen: wie allgemeine Hitzeschäden.

Örtliche Hitzeschäden

Sonnenstich

Durch intensive, direkte Sonnenbestrahlung des unbedeckten Kopfes und Nackens.
Zeichen: Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindelgefühl, Brechreiz, rotes und heißes Gesicht.
Maßnahmen: Feuchtkalte Umschläge auf Kopf und Nacken, sonst wie bei allgemeinen Hitzeschäden.

Verbrennungen

Maßnahmen: Bei Grad I (Hautrötung) kaltes Wasser, bei Grad II (Blasenbildung) und Grad III (örtlicher Gewebstod) keimfreier Wundverband! Bei großflächigen Verbrennungen: Wundverband mit Alufolie, Ruhigstellung, Schockbekämpfung und rascher Abtransport in ärztliche Behandlung.

Sonnenbrand

Maßnahmen: Feuchtkalte Umschläge, öfters wechseln, kühlendes Gel.

Augenentzündung

durch UV-Strahlen Schmerzen, Fremdkörpergefühl (Sand) bis zu Schneeblindheit.

Vorbeugung: Notfalls Behelfsbrille aus Karton mit Sehlöchern (Nadelstiche) oder Sehschlitzen.
Maßnahmen: Lichtundurchlässiges Verbinden beider Augen, Augentropfen bzw. -salbe, Aufenthalt in abgedunkelten Räumen, kühlende Umschläge.

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