INFORMATIONEN
- Einführung und Theorie
- Bergsporttraining
- Trainingsaufbau/-methoden
- Allg. Trainingsgrundsätze
- Trainingsformen bei Bergwandern, Klettern und Skitouren
- Kletter-Leistungstests
- Ernährung beim Bergsteigen
- Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße
- Vitamine
- Ernährung vor längeren Belastungen
- Ernährung bei Dauerleistungen
- Flüssigkeits/Mineralienersatz
- Extreme Höhe und Kälte - additive Gefahren
- Akklimatisation
- Bergsteigen mit Herz- und Lungenerkrankungen
- Krankheiten
- Erschöpfung
- Verdauungsprobleme
- Zerrungen und Brüche
- Hitzschlag und Unterkühlung
- Höhenkrankheit
- Höhenhirnödem
- Höhenlungenödem
- Höhenödeme
- Netzhautblutungen
- Sonstige Schäden
- Erste-Hilfe-Set
- Rucksackapotheke
- Erste-Hilfe-Maßnahmen für Bergsteiger
- Weiterführende Literatur
Rucksackapotheke - Empfehlung für Tourenführer im Alpenraum
"Besser eine kleine Apotheke immer dabei, als eine große zu Hause oder auf der Hütte!"
Unterschiedlich große Ausführungen:
- eine kleinere Apotheke für Tages- und Wochenendausflüge (auch privat) und
- eine umfangreichere für größere Touren oder Gruppen, d.h. kein zeitraubendes Umräumen oder evtl. Vergessen mehr.
Bei Bedarf auch beide gleichzeitig mitnehmen. Als Verpackung eignet sich ein stabiler und möglichst wasserdichter Beutel, außen mit einem roten Kreuz gekennzeichnet. Evtl. Inhalt zusätzlich wasserdicht in Plastikbeutelchen verpacken. Erste-Hilfe-Apotheke kaufen und individuell ergänzen, von den vorgeschlagenen Medikamenten sind manche rezeptpflichtig (Rp), daher am besten vom Hausarzt verschreiben lassen und ggf. selbst zahlen. Diese Medikamente nur bei eigener Erfahrung und nach genauem Lesen der Beipackzettel verabreichen. Unbedingt Verfallsdatum aufschreiben und rechtzeitig austauschen sowie Verpackungshinweise mitnehmen.
Rucksackapotheke, in minimaler Grundausstattung
Sollte immer mit dabei sein, auch für Halbtagestouren oder Klettergärten!
- 1 steriles Verbandspäckchen
- 2 sterile Kompressen bzw. nichtklebende Wundauflagen (7 x 7 cm)
- 1 Heftpflastersortiment (klein und groß)
- 1 Rolle Leukoplast/Tapeverband (2,5 -) 3,5 cm / 5 m
- 1 elastische, evtl. selbsthaftende dünne Verbandsbinde (6 cm)
- 1 elastische, selbsthaftende Pflasterbinde 8 - 10 cm / 5 m zur (Gelenk-) Stabilisierung
- 1 Dreiecktuch (auch als Ersatz-Hals- oder Kopftuch)
- 1 Alu-Rettungsfolie (2 x 1 m) zur Wärmeisolation bei Biwak oder Schock
- 6 Schmerztabletten (Kopfschmerzen, Fieber): z.B. Aspirin/ASS, Paracetamol (je 500 mg)
- 2 stärkere Schmerztabletten, z.B. Gelonida NA oder Nedolon P (Rp),
- für echte Notfälle evtl. sehr starke Mittel: z.B. Tramal oder Valoron N (Rp)
- 1 Wunddesinfektionsmittel: z.B. Mercuchrom (15 ml, Rp)
Sonstige nützliche Kleinigkeiten, die man am besten in der Apotheke aufbewahrt:
- 1 kurze Erste-Hilfe-Zusammenfassung,
- 1 kleine Schere (oder besser Allzweckmesser),
- 1 Nähnadel und kräftiger Zwirnsfaden,
- 1 kleiner Bleistift und Schreibpapier,
- 1 Feuerzeug oder 1 Schachtel (Sturm-)Streichhölzer, 1 kleine Kerze, z.B. Teelicht
- evtl. 1 dünner Draht, 2 Sicherheitsnadeln, 2 Hohlnieten, Taschentücher, Klopapier
Rucksackapotheke für mehrtägige Bergfahrten und Hochtouren
Ergänzung der Minimalausstattung durch weitere Verbandspäckchen, Kompressen, Verbandsbinden, elastische Binden und Dreiecktücher, je nach Tourenlänge und Gruppengröße.
- Sonnenschutzmittel für Haut (Schutzfaktor mind. 10!) und guter Lippenstift
- Augen- und Nasensalbe, auch für wunde Haut: z.B. Bepanthen 5 g
- gegen verstopfte Nase, Schnupfen: z.B. Otriven Einzelpipetten/-Nasengel,
- Halsschmerzen: verschiedene Lutschtabletten
- Husten, verschleimt: z.B. Acetylcystein (ACC), Bisolvon, Ambroxol (Rp)
- Übelkeit, Erbrechen, Magenstörung: z.B. Metoclopramid Tropfen oder Zäpfchen (Rp)
- Starker Durchfall: z.B. Imodium / Loperamid (Rp)
- Muskel-/Gelenkschmerzen: Antirheumatikum, z.B. Ibuprofen oder Diclofenac (jeweils Rp)
Ergänzung der Reiseapotheke für Trekkingtouren und Expeditionen
- Bauchschmerzen, Koliken: z.B. Buscopan plus, Spasmo Cibalgin S
- Völlegefühl, Blähungen: z.B. Lefax
- Sodbrennen: z.B. Gelusil Lac
- Verstopfung: z.B. Dulcolax, Laxoberal
- Durchfall: z.B. Elektrolytersatz wie Elotrans N, sehr stark: Imodium
- Schwere Infektionserkrankungen: z.B. Doxicyclin, Binotal (Rp, Antibiotika), Cotrim (oxazol), Bactrim (Rp, Sulfonamide)
- Schlafen in größeren Höhen: z.B. Halcion (Rp)
- Augen: z.B. Visadron, Yxin, Chibro-Uvelin (UV-Schutz), Chloramphenicol-Salbe (antibiotisch)
- Mückenschutz: z.B. Autan, evtl. Paral (Spray), Moskitonetz, Antimalariamittel
- Wasserdesinfektion: Micropur-Tabletten, (Kaliumpermanganat), evtl. Katadynfilter
- Sterile Spritzen (5 ml) mit Kanülen
- Pinzette, Wattestäbchen, Fieberthermometer
Zusammenstellung: Dr. Walter Treibel, Copyright © BExMed e. V. E-Mail: info@bexmed.de

BExMed | Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e.V.