Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin

Höhenkrankheiten

Höhenschwindel

Maßnahmen: Blick nach oben, hinsetzen, sichern, ablenken und ruhig zureden.

Die akute Höhenkrankheit - Häufigkeit, Symptome, Therapie, Prävention

Häufigkeit: bei schnellem Aufstieg in Höhen über 3000 m bei über 75 % aller Menschen

Ursache: wahrscheinlich eine leichte Schwellung des Gehirns, bedingt durch den Sauerstoffmangel

Frühzeichen: (abwarten möglich)

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhiger Schlaf
  • nächtliche Atempausen

Zusätzlich: Ruhepulsanstieg um mehr als 20 %, geschwollene Beine und Hände, Leistungsabfall

Warnsymptome: Behandlung notwendig

  • rapider Leistungsabfall (nichts geht mehr)
  • konstante, schwere Kopfschmerzen
  • Herzjagen
  • Schlaflosigkeit
  • schwere Übelkeit, Erbrechen
  • Schwindel, Benommenheit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Gleichgewichtsstörungen

Zusätzlich: meist Abnahme der Urinproduktion auf < 0,5 l / 24h, Atemnot bei Belastung

Therapie:

  • Frühzeichen: Rast, süße Getränke, kein weiterer Aufstieg, ein Tag Ruhe, wenn dann keine Besserung eingetreten ist, Abstieg um mindestens 500 Höhenmeter
  • Warnsymptome: sofortiger Abstieg, auch nachts, mindestens 500 m, mindestens aber bis zur Besserung des Befindens, evtl. auch passiver Abtransport, evtl. Medikamente (z.B. Diamox).

Medikamente: bei Frühzeichen Einnahme von Ibuprofen 600 mg einmal täglich.
bei Warnzeichen Einnahme von Acetazolamid (Diamox) 250 mg zweimal täglich, zusätzlich Ibuprofen

ABER: Besser immer runter als Medikamente einnehmen. Am besten dem Körper Zeit lassen und an die richtige AKKLIMATISATION denken!

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