INFORMATIONEN
- Einführung und Theorie
- Bergsporttraining
- Trainingsaufbau/-methoden
- Allg. Trainingsgrundsätze
- Trainingsformen bei Bergwandern, Klettern und Skitouren
- Kletter-Leistungstests
- Ernährung beim Bergsteigen
- Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße
- Vitamine
- Ernährung vor längeren Belastungen
- Ernährung bei Dauerleistungen
- Flüssigkeits/Mineralienersatz
- Extreme Höhe und Kälte - additive Gefahren
- Akklimatisation
- Bergsteigen mit Herz- und Lungenerkrankungen
- Krankheiten
- Erschöpfung
- Verdauungsprobleme
- Zerrungen und Brüche
- Hitzschlag und Unterkühlung
- Höhenkrankheit
- Höhenhirnödem
- Höhenlungenödem
- Höhenödeme
- Netzhautblutungen
- Sonstige Schäden
- Erste-Hilfe-Set
- Rucksackapotheke
- Erste-Hilfe-Maßnahmen für Bergsteiger
- Weiterführende Literatur
Höhenkrankheiten
Höhenschwindel
Maßnahmen: Blick nach oben, hinsetzen, sichern, ablenken und ruhig zureden.
Die akute Höhenkrankheit - Häufigkeit, Symptome, Therapie, Prävention
Häufigkeit: bei schnellem Aufstieg in Höhen über 3000 m bei über 75% aller Menschen
Ursache: wahrscheinlich eine leichte Schwellung des Gehirns, bedingt durch den Sauerstoffmangel
Frühzeichen: (abwarten möglich)
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Unruhiger Schlaf
- nächtliche Atempausen
Zusätzlich: Ruhepulsanstieg um mehr als 20%, geschwollene Beine und Hände, Leistungsabfall
Warnsymptome: Behandlung notwendig
- rapider Leistungsabfall (nichts geht mehr)
- konstante, schwere Kopfschmerzen
- Herzjagen
- Schlaflosigkeit
- schwere Übelkeit, Erbrechen
- Schwindel, Benommenheit
- Lichtempfindlichkeit
- Gleichgewichtsstörungen
Zusätzlich: meist Abnahme der Urinproduktion auf <0,5 l/24h, Atemnot bei Belastung
Therapie:
- Frühzeichen: Rast, süße Getränke, kein weiterer Aufstieg, ein Tag Ruhe, wenn dann keine Besserung eingetreten ist, Abstieg um mindestens 500 Höhenmeter
- Warnsymptome: sofortiger Abstieg, auch nachts, mindestens 500 m, mindestens aber bis zur Besserung des Befindens, ev. auch passiver Abstransport, evtl. Medikamente (z.B. Diamox).
Medikamente: bei Frühzeichen Einnahme von Ibuprofen 600
mg einmal täglich.
bei Warnzeichen Einnahme von Acetazolamid (Diamox) 250 mg zweimal
täglich, zusätzlich Ibuprofen
ABER: Besser immer runter als Medikamente einnehmen. Am besten dem Körper Zeit lassen und an die richtige AKKLIMATISATION denken!


BExMed | Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e.V.